Kampf der Geschlechter? – Sexualität und Geschlecht (NSFW)

04. August 2013 • Miscellaneous

There are nor girls on the internet! – Der „no-girls“-Theorie zufolge gibt es zwei Typen von Menschen im Internet: Männer… und Männer, die sich als Frauen ausgeben! Diese Theorie existiert schon seit einigen Jahren und konnte nie widerlegt werden!

Neben der Rule 34 („If it exists, there is porn of it.„) eines der witzigsten Meme, würde ich sagen ^^

 

Witzig, aber natürlich fernab der Realität. Allgemein scheint ja der Eindruck zu bestehen, dass es im Internet oder in der „Szene“ (was auch immer die Szene sein soll…) wenige weibliche Personen gibt. Wahrscheinlich wird irgendein/e Politiker/in in 5 – 10 Jahren sagen „Frauen im Internet sind für uns alle Neuland“ …oder so ähnlich.

Gerade vor einigen Tagen durfte ich ein paar nette Kommentare bei „Über mich“ lesen. Tittenbonus hab ich ja schon das ein oder andere mal gehört und sicherlich wird die mehr oder weniger erfolgreiche Präsenz einer weiblichen Person im Internet damit abgetan. Schlampenbonus setzt da natürlich noch mal einen drauf *hrrr* :3 Aber hey, scheiß drauf, ich nehme das niemandem übel! Auch wenn ich keine „Schlampe“ bin, bin ich ja doch Besitzerin von Brüsten und selbstverständlich stolz drauf. Es wissen ja alle, dass ich selbst Oppai- und Ecchi-Fan bin. Ich sehe mich nun nicht als etwas „Besonderes“, nur weil ich weiblich und in der „Szene“ bin. Wenn mir jemand aufgrund meines biologischen Geschlechts den Tittenbonus-Stempel aufdrücken will, bitte : ) Im Grunde bin ich aber fest davon überzeugt, dass ich durch mein Geschlecht nicht die andersgeschlechtlichen Leser anziehe und meine Leserschaft eher sehr gemischt ist. Meine Hobbies und Vorlieben würde ich selbst nicht als typisch „weiblich“ oder „männlich“ ansehen, weil man diese gar nicht so genau einteilen kann. Klar, ich steh zB. total auf Ecchi und auch Hentai, wo vielleicht irgendein Proll sich denkt „Boah, geil, die kuckt Porno Manga!“. Andererseits mag ich total gerne romantische Manga/Anime, bei denen ich auch mal Fangirl-Manieren an den Tag lege. Und zwischen den beiden Extremen gibt es noch so viel mehr.

Ich denke einfach, diese Auffassung von der ungleichmäßigen Verteilung der Geschlechter ist irgendwie überholt. Eingestehen würde ich allerdings, dass es gewisse Tendenzen gibt, welche Bereiche für weibliche und welche für männliche Fans interessanter erscheinen. Schaut ich mich beispielsweise bei DeviantArt um, hab ich das Gefühl, dass Cosplays oder Artworks von Mädchen dominiert werden. Aber das ist auch nur so ein Eindruck… Es gibt ja irgendwie einfach alles…

 

Extreme wären hierbei natürlich der klassische Otaku gegenüber einem Fujoshi. Während sich inzwischen jeder selbst Otaku schimpft, bin ich der Bezeichnung noch immer eher skeptisch gegenüber, doch im Allgemeinen versteht man darunter schon einen extremeren Fan. Ein Fujoshi hingegen ist ein „verdorbenes Mädchen„, dass eine Vorliebe für Shonen Ai und Yaoi hat. Der Begriff Fujoshi ist schon sehr eng gefasst, was natürlich etwas problematisch ist. Selbst in den japanischen Medien wird der Begriff fälschlicherweise manchmal als eine weibliche Form des allgemeinen Otaku genutzt. Ich kann verstehen, dass das einigen weiblichen Fans nicht gefällt. Mir persönlich würde es auch nicht gefallen, als Fujoshi bezeichnet zu werden… Beim „Recherchieren“ bin ich übrigens auf den Ausdruck „Girlfag“ gestoßen, der eine biologische Frau beschreibt, die sich zu schwulen/bisexuellen Männern hingezogen fühlt. Eine Yaoi-Autorin namens Sakakibara Shihomi, zu der ich nun nicht sehr viel mehr gefunden habe, soll sich selbst als schwulen Mann in einem weiblichen Körper bezeichnet haben. Sie spekulierte auch, dass es möglich wäre, dass das bei einigen weiblichen Yaoi-Fans der Fall sein könnte und damit mit ein Grund, weshalb das Genre überhaupt existiert. Ich möchte das nun natürlich keiner Person einfach zusprechen, aber den Gedankengang finde ich durchaus interessant ^^

Bevor ich fortfahre, wie das mit der Geschlechterverteilung und den Auswirkungen so ist, es ist mir besonders wichtig, kurz darauf einzugehen, wie eigentlich das Geschlecht einer Person definiert wird. Es gibt inzwischen so viele verschiedene Ausprägungen und „Sonderfälle“. Die oben genannten Girlfags sind da nur eines.

Der Unterschied der Geschlechter erscheint als offensichtlich körperlich manifestiert. Aber historisch gesehen, wird erst seit dem 18. Jahrhundert so stark zwischen den Geschlechtern differenziert. Zuvor gab es die Vorstellung von nur einem Geschlecht. Man glaubte, die Geschlechtsorgane des Mannes gingen nach außen und die der Frauen seien nach innen gestülpt. Man kann nun natürlich an das Jäger und Sammel-Prinzip oder an die historische minderwertige Stellung der Frau in der Gesellschaft denken, dennoch: Mann und Frau galten als das eine Menschengeschlecht, der Mann galt nur eben als der vollkommenere Part…

Zu dieser Zeit kam es auch zum Manifestieren der typischen geschlechtsspezifischen Attribute: der starke, mutige und tapfere Mann, der die Arbeit verrichtet, und die emotionale, tugendhafte und gehorsame Frau, die Kinder gebärt, aufzieht und die Hausarbeit erledigt. Produktion und Reproduktion als Gegensätze also. Im Laufe der Zeit hat sich dieses Bild natürlich gewandelt, besonders heute wird viel über „Gleichberechtigung“, Emanzipation der Frau und vieles mehr geredet. Dennoch ist das Bild der verschiedenen Geschlechterrollen leider tief in uns verankert und von Gleichberechtigung kann natürlich noch lange nicht die Rede sein.

Heute unterscheidet man in den Sozial- und Geisteswissenschaften nicht nur zwischen Mann und Frau, sondern zwischen dem sozialen bzw. psychologischen und dem biologischen Geschlecht. Da man im Deutschen beides mit Geschlecht bezeichnet, übernimmt man oft die englischen Begriffe. Man spricht also von „sex„, dem biologisches Geschlecht, und „gender„, dem sozialen Geschlecht (ganz ähnlich, wie man beispielsweise „Himmel“ für den wolkigen und den göttlichen Himmel benutzt, im Englischen aber in „sky“ und „heaven“ differenziert). Während das biologische Geschlecht in vielen Fällen eindeutig ist (aber auch hier gibt es natürlich „Ausnahmen“, dazu später), ist das soziale Geschlecht sehr viel differenzierter. In den Bereich „gender“ passen vor allem Verhaltensweisen, Denken, Fähigkeiten, alles was die Identität einer Person ausmacht. Mal davon abgesehen, dass es keinen perfekten Mann und keine perfekte Frau gibt, können diese Merkmale bei einer Person sowohl typisch weiblich, typisch männlich, keines von beidem, beides oder irgendwas dazwischen sein.

Bei sehr vielen Menschen fallen körperliches und soziales Geschlecht zusammen, sie fühlen sich einem Geschlecht zugehörig, besitzen dessen Merkmale und Verhaltensweisen, doch dies ist vor allem kulturell geprägt und es geht auch anders. In Albanien beispielsweise gibt es die „Burneshas„, biologische Frauen, die sich für ein Leben als Männer entscheiden und auch als solche anerkannt werden. In Amerika lebende Ureinwohner unterschieden bereits zwischen dem Geschlecht, als das man sich fühlte, und dem Geschlecht, zu dem man sich hingezogen fühlte. „Two-Spirit“ wurden diejenigen genannt, die sich dem anderen Geschlecht entsprechend verhielten. Sie gehörten nicht dem männlichen oder weiblichen Geschlecht an und nahmen einen besonderen Platz in der Gesellschaft ein. Oft wurden sie verehrt, nahmen wichtige Positionen (Heiler, Krieger, Häuptling) ein. Es gibt noch sehr viel mehr Beispiele von alternativen Geschlechtern, zb. die Muxes und Marimachas in Mexico, die Fa’afafine in Samoa, die Kathoeys in Thailand und und und. Man könnte nun denken „ach, das sind quasi Schwule, Lesben, Transsexuelle und so“… klar, im Grunde könnte man es sich so einfach machen. Die Besonderheit ist allerdings, dass diese Menschen in den jeweiligen Kulturen als natürlich galten/gelten und nicht als Abweichung von der Norm. Und genau das ist das Problem, oder?

Das zweiteiligen Geschlechtssystem ist im Grunde nur ein Konstrukt unserer Gesellschaft. Mit ihm einher geht oft eine Weltsicht, für die Heterosexualität als Norm gilt. Das biologische Geschlecht, die Geschlechtsidentität (wie man sich selbst fühlt/wahrnimmt), die Geschlechtsrolle (wie man sich verhält) und die sexuelle Orientierung sind hier gleichgeschaltet. Eine biologische Frau hat also eine weibliche Identität, eine weibliche Rolle und begehrt männliche Partner. Ein biologischer Mann hat eine männliche Identität, eine männliche Rolle und begehrt weibliche Partner. Man geht ganz selbstverständlich davon aus, dass Heterosexualität und die geschlechtsspezifische Rollenverteilung der natürliche Standard ist. Diese Auffassung nennt man Heteronormativität. Als Abweichung gelten zB. Homosexualität, Intersexualität, Transgender, Polymory und auch das einfache Durchbrechen der Geschlechterrollen.

Die Auffassung kann man sich mit einer klassischen Lampe ganz gut bildlich vorstellen. Die Heteronormativität postuliert „An“ und „Aus“, eine sehr viel bessere Auffassung wäre allerdings, die Geschlechter der Menschen als eine Art „Living Color“ zu sehen, bei der man nicht nur das Licht stufenlos dimmen kann, sondern noch in verschiedenen Farben und Sättigungen einstellen kann : )

Denn das genau solche „Abweichungen“ überhaupt als Abweichungen gesehen werden, finde ich schon falsch.

Z.B. wird schwules und lesbisches Verhalten noch immer sozial sanktioniert. Wenn zB. die Homosexualität nicht unterdrückt werden kann und die Personen sich nicht dem gemeinen Strom anpassen, werden ihnen oft ihre geschlechtsspezifischen Merkmalen abgesprochen und die jeweils anderen zugesprochen (Schwule bekommen weibliche Attribute, Lesben bekommen männliche Attribute) und das auch völlig unabhängig davon, welche Merkmale sie wirklich haben. Außerdem wird oft davon gesprochen, dass es auch in homosexuellen Beziehungen eine Rollenverteilung nach dem Schema Mann/Frau gibt. Vielleicht mag das bei einigen auch gegeben sein, das weiß ich natürlich nicht, aber diese Vorurteile bzw. dieser „Wahn“ der Rollenverteilung hat einige sehr schlimme Folgen. Beispielsweise wurde Schwulen und Lesben eine Geschlechtsumwandlung nahe gelegt oder sogar erzwungen. Inzwischen werden Homosexuelle in den meisten westlichen Ländern nicht mehr verfolgt, gleichberechtigt sind sie jedoch nicht. Nur in sehr wenigen Ländern dürfen Homosexuelle heiraten oder Kinder adoptieren. In einigen islamistischen und afrikanischen Ländern wird Homosexualität noch massiv verfolgt und gesetzlich mit dem Tode bestraft, in einigen osteuropäischen Ländern werden sie diskriminiert und Übergriffe auf sie geduldet.

Ebenso kritisch zu sehen ist der Umgang mit Intersexualität. Aufgrund der Geschlechtschromosome, der Geschlechtsorgane oder der Geschlechtshormone kann es sein, dass ein Mensch mit Merkmalen beider Geschlechter ausgestattet ist und die genaue Zuweisung eines Geschlechts problematisch ist. Da man in unserer Kultur aber lange und teilweise noch immer davon ausging, dass es möglich sein muss, das „wirkliche“ Geschlecht zu bestimmen und auch, dass es für das intersexuell geborene Kind das Beste ist, es körperlich an ein Geschlecht anzupassen. Dazu werden meist medizinische Eingriffe vorgenommen, um den Körper dem zugewiesenen Geschlecht anzupassen (oft mit Verstümmelungen als Folge), während das Ganze verschwiegen wird. Die Eingriffe werden im Säuglings- oder Kleinkindalter vorgenommen, die Entscheidung ist oft willkürlich und berücksichtigt das emotionale Identitätsgeschlecht nicht. Mehr als 40 Jahre lang war der chirurgische und hormonelle Eingriff der internationale Standard. In besseren Fällen muss sich das Kind für eine Rolle entscheiden und unterliegt einem starken sozialen Druck, da vor allem die Eltern ein Verhalten im zugewiesenen Geschlecht erwarten. Heute gibt es natürlich auch sehr viele Fälle, bei denen die Kinder in keine Rolle gepresst werden, sich entfalten dürfen wie sie wollen und von den Eltern unterstützt werden. Das zweigeteilte Geschlechtssystem macht es den Betroffenen jedoch auch im Alltag schwer, so muss man sich für Geburtsurkunde, Personalausweis, diverse Formulare oder Verträge für ein Geschlecht entscheiden.

Zahlreiche Betroffene leiden natürlich auch unter der oben beschriebenen willkürlichen Einteilung. Oder auch einfach unter der Intoleranz von Eltern, Ärzten und Umfeld. Gerade letztens hab ich einen Horrorfilm namens „Cassadega“ gesehen, der damit anfing, dass ein kleiner Junge, in einem Kleid und einer Puppe spielend, von der wütenden Mutter ausgezogen, beschimpft und geschlagen wurde, woraufhin er sich mit einer Schere selbst kastrierte und verstümmelte. Traumatisiert durch die Mutter wurde er zu einem kranken Mörder… Klar, das ist nur ein Film, aber gar nicht so weit von der Realität.

Hier ein paar Beispiele:

Ein sehr bekannter und realer Fall ist beispielsweise „David Riemer„. Die eineiigen Zwillinge Bruce und Brian Reimer, geboren 1965 (United States), mussten aufgrund einer Vorhautverengung operiert werden. Die Bescheidung missglückte bei Bruce und sein Penis wurde irreparabel beschädigt. John Money, ein Sexualwissenschaftler, vertrat die These, dass nur die Erziehung in frühen Jahren die geschlechtsspezifischen Identität ausmacht und gab den Eltern den Rat Bruce einfach zu einem Mädchen zu machen. Eine weitere Operation vollzog die Kastration und die Formung von Schamlippen, später kam die Behandlung mit Hormonen hinzu. Aus Bruce wurde Brenda. Money war begeistert, Familie und Freunde von Brenda bemerkten jedoch schon früh, dass sie ein sehr unglückliches Kind mit sozialen Problemen war. Als sie mit 14 Jahren erfuhr, dass sie mal ein Jung war, kam es zu einer Krise. Sie nannte sich David und lebte wieder als Junge, ließ sich sogar später wieder zum Mann umoperieren. Und trotz schweren Depressionen heiratete er 1990 und adoptierte die Kinder seiner Frau. Nachdem sein Zwillingsbruder stirbt, seine Frau sich scheiden lässt und er seine Arbeit verliert, sieht er sein Leben wohl endgültig verpfuscht und begeht 2004 Suizid.

Ein deutsches Schicksal ist beispielsweise Christiana Völling. Sie wurde 1959 als Intersexuelle geboren, ihre Genitalien waren uneindeutig. Man interpretiert die vergrößerte Klitoris als Mikropenis, erklärt sie damit zum Jungen, Thomas genannt. Ein Arzt sagt später einmal zu ihr, sie sei kein richtiger Junge („Solche Menschen wie dich hat man früher auf dem Jahrmarkt ausgestellt.“), sie fühlt sich stets wie ein Monster, leidet unter Depressionen. Mit 18 stellt man bei einer Blindarmoperation fest, dass sie intakte Eierstöcke und eine Gebärmutter hat, operiert diese ohne ihr Wissen heraus und behandelt sie mit männlichen Hormonen. 46 Jahre lang lebte sie als Thomas, der sich zum Teil als Frau fühlte, der unter Depressionen litt, sich selbst als Monster sieht und nichts von seiner eigenen Verstümmelung weiß. Als sie davon erfährt, will sie neu anfangen, als Christiana und ihre weibliche Seite retten. Den Chirurgen, der sie damals operierte, verklagte sie erfolgreich. Inzwischen möchte sie Christiane und Thomas sein. Das klingt ein wenig nach Happy End, doch man kann sich gar nicht ausmalen, wie traumatisiert eine solche Person sein muss. (Ein guter Artikel über Christiana Völlig hier: klick!)

Vor kurzem hab ich auch von einem 66-jährigen Chinesen gelesen, bei dem aufgrund eines Tumors der von den Eierstöcken ausging, festgestellt wurde, dass er biologisch gesehen eine Frau ist. Er möchte jedoch keine weiteren Maßnahmen ergreifen, sondern einfach als Mann weiterleben (Artikel hier: klick!)

Wenn ich von solchen Fällen höre und mir allgemein die Intoleranz vieler Menschen bewusst wird, kommen mir Dinge wie „Frauenbewegung“ und „Feminismus“ plötzlich sehr klein vor. Ich finde stattdessen z.B. Gender Mainstreaming sehr viel sinnvoller, da dabei für die Gleichberechtigung aller Geschlechter in sehr viel größerem Maßstab gehandelt werden soll. Sich hier neutral auf „Geschlechter“ zu beziehen ist sehr wichtig: Nicht Frauen und Männer sollen gleichberechtigt sein, sondern alle Geschlechter, ihre Zwischenstufen, Mischungen, geschlechtsneutral oder mögliche dritte Geschlechter, egal ob biologisch und sozial übereinstimmend.

Das mag nun für den ein oder anderen hippie-mäßig klingen, doch ich finde, es gibt überall Tendenzen, die für eine solche offene Weltsicht sprechen. Selbst im Bereich Anime! Zu Anfang habe ich beispielsweise „Girlfag“ genannt (Frau fühlt sich zu schwulen Männern hingezogen, fühlt sich selbst als schwuler Mann). Der Begriff wird durch die Aussage von der Yaoi-Autorin und Girlfag Sakakibara Shihomi mit der Yaoi-Vorliebe von vielen Frauen in Verbindung gebracht. Wie bereits gesagt, ich möchte niemandem einen bestimmten Stempel aufdrücken, nur weil er Yaoi-Manga liest. Aber ich finde den Gedanken sehr interessant, dass unser Bedürfnis nach verschiedenen und außergewöhnliche Anime-/Manga-/Hentai-Genre vielleicht unbewusst davon beeinflusst wird, dass wir bestimmte „typische“ Rollenbilder und heteronormative Vorstellungen überwinden möchten und ablehnen.

Und wo wir nun mal bei Yaoi waren, machen wir doch mit diesem homosexuell angehauchten Thema weiter. Unter Yaoi und auch Shonen Ai versteht man im Allgemeinen Geschichten, die von Beziehungen zwischen Männern handeln. Unterschieden wird hierbei, dass Shonen Ai vornehmlich die romantische Ebene mit den ersten zarten Gefühlen, einem Liebesgeständnis oder erste Annäherungen behandelt, während Yaoi auch sehr detailliert die sexuelle Beziehung beleuchtet. Beides kann man mit Boys Love zusammenfassen. An der ein oder anderen Stelle hatte ich ja schon mal erwähnt, dass ich vor einigen Jahren einige Boys Love Manga gelesen habe und noch immer besitze, inzwischen ist mein Interesse aber sehr gesunken. Mit der zunehmenden Boys Love-Welle auf dem deutschen Manga-Markt hatte ich einfach das Gefühl, dass die Geschichten und Charaktere doch sehr austauschbar sind. Sicherlich gibt es da auch Ausnahmen, davon hab ich selbst eine gelesen. Vor einigen Jahren bin ich über einen Boys Love-Manga namens „Complex“ von Manda Ringo gestolpert, der mir bis heute im Sinn geblieben ist. Ich würde sagen, dass er zu den Besten gehört, die ich in dem Bereich überhaupt gelesen habe (was jetzt nicht unbedingt mega viele sind). Das besondere daran war, dass man in den 4 Bändern die Geschichte von zwei Jungen im Grundschulalter bis hin ins hohe Alter und in die nächsten Generationen hinein erzählt bekommt. Angefangen mit dem Missbrauch durch einen Lehrer, über die Schwierigkeiten des Erwachsenwerden, die Gefühle für einander, die Hochs und Tiefs einer Beziehung, bis hin zu Untreue und schweren Schicksalsschlägen. Kann ich nur empfehlen, ist nur leider nie hier erschienen, musste ich also als Scan lesen. Mein erster Boys Love-Manga war „Wild Rock“, der hat also Nostalgie-Punkte, auch wenn ich ihn wohl gar nicht so gut fand. Außerdem im Sinn geblieben sind mit „Only The Ring Finger Knows“ und „Kleiner Schmetterling“, die fand ich ganz süß^^

Shonen Ai – Yaoi – Boys Love

Ein wichtiger Bestandteil von Boys Love und natürlich auch vielen anderen Anime-Genre ist Bishonen, der „schöne Junge„. Dies bezeichnet einen stark idealisierten männlichen Charakter, der eher selten typisch männliche, stattdessen jedoch einige weibliche Merkmale besitzt und somit zu einem androgynen Charakter wird. Die Ausprägung ist natürlich sehr unterschiedlich und so gibt es sehr starke und weniger starke Vermischungen. Die wichtigsten Merkmale sind aber wohl die oft schlanke und zierliche Figur und feminine Gesichtszüge.

Geht man noch weiter, macht den Charakter noch weiblicher bzw. steckt ihn in Mädchenkleider, mischen sich in das sonst eher weibliche Publikum wieder die männlichen Fans mit herein. „Traps„, wie diese verkleideten Jungs gerne genannt werden, sind bei einem breiten Publikum beliebt (oder gehasst?). Die meisten männlichen Fans würden sich selbst vielleicht nicht mal als schwul bezeichnen, aber eine Trap stellt die eigene Sexualität oder zumindest Vorlieben ein wenig auf die Probe, überwindet sie möglicherweise sogar : )

Beispiele wären zum Beispiel Hideyoshi aus Baka to Test to Shoukanjuu, Mariya Shidou aus Maria†Holic, Aoi Hyoudou aus Maid-sama, Maora aus Shinshi Doumei Cross, Makoto aus W-Juliet, Ayasaki Hayate aus Hayate no Gotoku, die drei Protagonisten aus Princess Princess und viele viele mehr ^^

Traps – Hideyoshi, Mariya und Aoi Hyoudou

Doch nun wenden wir uns mal den „wirklich“ weiblichen Charaktere zu. Denn es gibt natürlich das weibliche Pendant zu Yaoi/Shōnen Ai, nämlich Yuri bzw. Shojo Ai. Ähnlich wie bei Shonen Ai geht es bei Shojo Ai („Mädchenliebe„) vorwiegend um die romantische Ebene, während Yuri mehr die sexuelle Ebene beschreibt. Zumindest hier im Westen. In Japan wird beides meist mit Yuri bezeichnet, Shojo Ai wird eigentlich benutzt, um eine pädophile Neigung zu Mädchen auszudrücken und hat somit eine ganz ähnliche Bedeutung wie Lolicon. Also schön vorsichtig verwenden ; )

Sailor Moon gilt übrigens als erster großer Mainstream-Manga, in dem Yuri positiv dargestellt wird. Die Rede ist natürlich von der Beziehung zwischen Michiru (Neptun) und Haruka (Uranus), die in Deutschland durch Dialogzensur jedoch nicht mehr eindeutig heraus zu lesen ist. Weitere Anime/Manga mit Yuri-Elementen wären Revolutionary Girl Utena, Kannazuki no Miku, Strawberry Panic! oder Kashimashi: Girl meets Girl. Yuri-Elemente sind allerdings auch oft in Harem- bzw. Gruppensex-Szenarien enthalten.

Leider gibt es vom Yuri-Genre noch nicht so viele Manga in Deutschland, die Menge kommt nicht ansatzweise an den Boys Love Boom heran. Allerdings weiß ich auch nicht genau, wie es mit solchen Publikationen in Japan aussieht^^“ Finde ich sehr schade, denn aktuell würde ich wohl eher zu Girls Love tendieren. Bei Yuri kann ich mir gut vorstellen, dass das Publikum auch sehr gemischt ist, die weiblichen Fans eher zur romantischen Ebene und die männlichen Fans eher zur sexuelle Ebene tendieren. Allerdings mag ich Letzteres auch mehr, hehe : )

Yuri – Shojo Ai – Girls Love

Das Pendant zum Bishonen, das Bishojo ist natürlich nicht nur im Girls Love-Genre anzutreffen, sondern eigentlich immer und überall im Anime-Bereich. Gemeint sind hier natürlich besonders schöne Mädchen^^

Bishojo – hübsche Mädchen

Mädchen, die eher männliche Eigenschaften annehmen werden gerne Tomboys genannt, allerdings nicht nur in Anime und Manga, sondern auch generell. Solche Mädchen beschreibt man oft als burschikos bzw. jungenhaft, sie ziehen sich manchmal Jungenkleidung an, wirken etwas grober oder „unweiblich“. Gerne werden Tomboys auch als Wildfang bezeichnet. Beispiele aus Anime/Manga wären zb. Ritsu aus K-On!, Asuna aus Mahou Sensei Negima, Cagalli aus Gundam SEED, Chie aus Persona 4, Deunan aus Appleseed, Jo aus Burst Angel und so weiter…

Tomboys – jungenhafte Mädchen

Tomboy ist aber nun nicht direkt das Gegenstück zur Trap, denn Tomboys werden noch immer als Mädchen wahrgenommen, nur eben als jungenhafte Mädchen. Das Gegenstück zur Trap nennt man Reverse Trap, hierbei tritt das Mädchen als Junge in Erscheinung und soll oder wird als solcher wahrgenommen. Das Beste Beispiel hierfür ist wahrscheinlich Ouran High School Host Club, denn die Geschichte dreht sich genau darum, dass sich die Schülerin Haruhi als Junge verkleiden muss, um im Host Club der Schule zu arbeiten. Weitere Beispiele sind Akira Okuzaki aus My-HiME oder Naoto Shirogane aus Persona 4. Charaktere wie Lady Oscar aus der gleichnamigen Serie oder Haruka aus Sailor Moon befinden sich irgendwie zwischen Tomboy und Reverse Trap^^

Reverse Traps – Mädchen, die als Jungs in Erscheinung treten – Haruhi, Haruka und Naoto

Es gibt also Traps, Tomboys, Bishonen und so weiter… die verschiedensten Charaktertypen, die besonders durch ihr Geschlecht geprägt werden. Selbstverständlich gibt es da auch Mischformen, stärkere und schwächere Ausprägungen und Sonderformen. Da ich mich hier vor allem mit der geschlechtlichen und sexuellen Ebene der Charaktere beschäftigen möchte, gibt es noch ein paar Phänomene, die noch weiter aus dem weiblich/männlich-Schema ausbrechen.

Ein Beispiel hier wäre natürlich Futanari. Im Grunde beschreibt Futanari das Vorhandensein beider primärer Geschlechtsorgane, also Penis und Vagina. Das Wort bedeutet in etwa „zweierlei Form“ und beschreibt in Japan nicht nur pornografische Darstellungen, sondern auch ganz generell Hermaphroditismus (Uneindeutiges Geschlecht wie bei der Intersexualität, Widersprüchlichkeit von inneren und äußeren Geschlechtsorganen, Vorhandensein beider Geschlechter). Wir beschäftigen uns nun natürlich mit dem Auftreten im Bereich Anime. Hierbei kann man anmerken, dass Futas natürlich vorwiegend in Hentai, Doujin oder Visual Novels vorkommen und weniger in normalen Anime, wo man sie im Grunde auch nicht wahrnehmen würde, da dort die Geschlechtsorgane nicht so zur Schau gestellt werden. Bemerkenswert ist bei Futanari vor allem, dass es eigentlich nur Charakter mit weiblichem Körper und zusätzlichem Penis gibt, Charaktere mit männlichem Körper und zusätzlichem Schmuckkästchen hingegen eine groooße Außnahmen darstellen, quasi nicht existent sind. Futas werden meist mit Yuri verbunden, wenn die Beziehung zwischen Frau+Futa bzw Futa+Futa stattfindet. Hier gibt es die These, dass der Penis die sonst rein lesbische Beziehung aufwertet, härteren Sex erlaubt und es dem männlichen Publikum ermöglicht, sich besser in den Akt hineinzuversetzen. Allerdings gibt es auch viele Darstellungen von Mann + Futa oder gar Gruppen mit unterschiedlichen oder gleichen Geschlechtern. Was die genaue Darstellung angeht, gibt es sehr viele verschiedene Variationen. Manchmal befindet sich der Penis über der Vagina, anstelle der Vagina oder wächst sogar aus dieser heraus. Die Hoden können vorhanden sein, aber auch ohne Einschränkung des Spermas völlig fehlen. Wie in so ziemlich jedem Genre kommt es nicht selten zu Übertreibungen in den Darstellungen. Der Penis kann hier beispielsweise enorme Ausmaße annehmen, sodass sich der Besitzer selbst mit dem Mund befriedigen kann. Die Absonderung von einer gewaltigen Menge Sperma oder das Vorhandensein von sogar zwei Penissen zur Doppelpenetration des Partners kommen auch vor. Interessant, oder?

Futanari – Brüste, Schmuckkästchen und Penis – Alles in einem!

In eine ähnliche Richtung, mit sehr viel harmloserem Ausmaß, geht das Genre des „Gender Bender“ oder „Genderswap„. Dabei wechselt ein Charakter aus den verschiedensten Gründen sein Geschlecht. Sex spielt dabei eher selten eine Rolle, meist geht es eher um geschlechtsspezifische Probleme und Rollenbilder und daraus resultierenden Konflikten mit anderen Personen.

Ein sehr bekanntes Beispiel ist hier zB. die Serie „Ranma ½„, in der Ranma sich aufgrund eines Fluches durch eine verwunschene Quelle bei Berührung mit kaltem Wasser in ein Mädchen verwandelt. Ein weiteres Beispiel ist die Serie „Kämpfer„, in der sich Natsuru Seno in ein Mädchen verwandelt um seine Rolle als auserwählter „Kämpfer“ zu bestreiten. Ein älteres Beispiel sind zB. die Sailor Star Lights aus Sailor Moon, die zur Tarnung auf der Erde als Männer leben, sich aber in weibliche Senshis verwandeln. Selbst Naruto gehört da irgendwie dazu, da er sich mit seinem Oiroke no Jutsu in ein Mädchen verwandeln kann. Weitere Beispiele: Kashimashi: Girl meets Girl, Ivankov aus One Piece,…

Gender Bender – Ranma, Natsuru und Ivankov, jeweils in ihrer männlichen und weiblichen Form

Im Grunde kann Gender Bender auch bedeuten, dass sich die Charaktere nur als das andere Geschlecht ausgeben, aber da haben wir bei den Traps eigentlich genug Beispiele : ) Es gibt natürlich auch im Anime andere Transvestiten, die je nach Genre eine eher belustigende Stellung einnehmen. Beispielsweise Haruhis Vater in Ouran High School Host oder Bon Kurei und zahlreiche andere Tunten aus One Piece.

Vor allem im Bereich Fanart und Doujins tritt im Bezug auf Gender Bender auch gerne die „Rule 63“ der Internetregeln in Kraft. Diese besagt, dass es zu jedem Charakter ein Gegenstück vom anderen Geschlecht gibt. Ein Beispiel wäre hierbei zB. Kyonko, eine weibliche Version von Kyon aus der Haruhi-Reihe, die sehr populär geworden ist. Selbstverständlich gibt es das auch bei zahlreichen anderen Charakteren. In eine ganz ähnliche Richtung wie Gender Bender geht auch Körpertausch, wenn zb. zwei oder mehr Charaktere  den Körper tauschen, was vor allem bei unterschiedlichen Geschlechtern oder bei unterschiedlichem Alter für viel Aufruhr und Probleme sorgt. Ein Beispiel hierfür wäre Kokoro Connect, bei dem die fünf weiblichen und männlichen Charaktere ihre Körper tauschen.

Rule 64 – Link aus der Zelda-Spiele-Reihe, Ruffy aus One Piece und Haruka aus dem neuen Anime Free! als hübsche Mädchen!

Selbstverständlich ist die Thematik niemals nur auf Sex und sexuelle Orientierung beschränkt, das sollte bei den meisten Beispielen klar sein. Meist geht es um etwas andere Dinge, wie das Erwachsenwerden, die eigene Identität, Probleme in Familie, Alltag, Liebe und Freundschaft und vieles mehr. Das eigene Geschlecht macht bei einem Menschen ja auch sehr viel mehr aus als Sexualität. Wie man gerade an den anfänglichen Ausführungen sehen kann, beeinflusst das Geschlecht sehr viel mehr. Alles in Allem finde ich es jedenfalls überaus interessant, mich mit dem Thema der Geschlechtlichkeit zu befassen. Als Anime-Fan finde ich es natürlich besonderes spannend, verschiedene Tendenzen in diesem Bereich zu sehen. Was meint ihr zu meiner anfänglichen Idee, dass man zu solchen Phänomene, wie Futanari, Trap, Yaoi oder Gender Bender, eine gewisse Vorliebe entwickelt, weil man möglicherweise selbst die klassischen geschlechtsspezifischen Rollenbilder ablehnt oder überwinden möchte? Für mich selbst würde ich das auf jeden Fall bejahen. Ich sehe mich sowieso nicht als Frau im klassischen Rollenbild der Frau, das halte ich für mich als völlig überholt. Auch würde ich nicht sagen, dass ich etwas besonderes bin, weil ich keine klassische Frau bin. Viel eher nehme ich an, dass fast alle Frauen heutzutage eine Mischung aus vielen verschiedenen Merkmalen sind, genauso wie die Männer. Und so passt man eben auch nicht einfach in irgendeine Schublade. So kann ich große Brüste an Frauen mögen und trotzdem auf Männer stehen. Wieso auch nicht? Ich mag meine Brüste, wieso sollte ich die Brüste von anderen Frauen oder Anime-Mädchen nicht mögen? Als lesbisch oder bi würde ich mich deshalb nicht bezeichnen^^ Was denkt ihr? Mögt ihr eines oder mehrere der genannten Beispiele der Charaktere in Anime/Manga/Hentai, die durch ihre spezielle geschlechtliche Ausprägung auffallen?

Hast du eine Vorliebe für eine der genannten Erscheinungen? (Bis zu drei Antworten!)

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Über euren Eindruck und eure Meinung würde ich mich natürlich sehr freuen. Gerne könnte ihr mir auch Beispiele nennen, die zu den aufgezählten Typen passen oder die ihr besonders ansprechend findet. Ich hoffe, ich habe mit diesem Beitrag niemanden vor den Kopf gestoßen und konnte euch ein wenig unterhalten. Mir hat es jedenfalls sehr viel Spaß gemacht, hieran zu werkeln (mal wieder ein längerer Artikel hier, hihi…) und ich freu mich riesig auf eure Kommentare und Stimmen!

15 Kommentare

  1. avatar

    Futanari (83%, 5 Votes)

    Wer hätte es gedacht?

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    • avatar

      Die Leute wissen eben, was gut ist ╰⋃╯ლ(´◔ε◔`ლ)

      AntwortenAntworten
  2. avatar
    Alcatraz 04.08.2013 14:57

    War ein schön langer Beitrag, hat angenehm Zeit gefressen.

    Ich frage mich ja ob die ganzen Votes für Futanari mehr aus Spaß gekommen sind oder da anonym deine Leser zeigen das sie gewisse Vorlieben haben?

    Egal, Yuri ist direkt dahinter und wird noch sicher aufholen!

    FÜR DIE SCHÖNEN MÄDCHEN!

    Hätte ich die Abstimmvorrichtung besser verstanden wäre auch noch ein Vote an Shojo Ai gegangen, denn egal wie sehr ich Yuri mag, irgendwie bin ich ein hoffnungsloser Romantiker und ohne ordentliches „Vorspiel“ und halt Aufbau einer Beziehung mag ich selbst die besten Yuri nicht.

    Obwohl doch, ist ja Yuri, aber halt ein bisschen romance ist immer schön.

    Dagegen kann ich Jungen nicht wirklich abstehen, bin zwar einer aber äußerlich hab ich da eine Abneigung.

    So, ich geh mal weiter Oppai äähh Ecchi schauen <3

    PS. Ich hab nix gegen Futas, sehen ja aus wie Mädchen also mag ich sie, irgendwie….. wieso eigentlich?

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      Vielen Dank für deinen Kommentar : )
      Hm, ich weiß ja auch nicht, aber ich hatte hier schon oft das Gefühl, dass die Leute sich schon trauen, ihre richtige Meinung kundzutun^^
      Hatte mit ja schon ähnliche Artikel über Brüste, Reizwäsche, Keroromimis und Fetische/Vorlieben (siehe „Ähnliche Beiträge“, die auch sehr ehrliche Meinungen zeigten : )
      Das mit der Romantik finde ich sehr süß, gehört auf jeden Fall auch irgendwie dazu : D
      Ich kann mir gut vorstellen, dass Yuri und Futa recht gleich auf sein werden, da sie sich ja auch prima ergänzen x3
      Tja, Futas sind schon ein spannendes Phänomen,vielleicht liegt es wirklich am weiblichen Körper, sodass man sich am „Extra“ nicht stört oder es hat tiefere Gründe, wer weiß :3

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  3. avatar
    Alcatraz 04.08.2013 16:46

    @Sevie:

    Warum eigentlich nicht?

    Männer sind jetzt in meinen Augen nicht wirklich schön, wieso dann nicht nur Frauen wo die einen halt das eine und die anderen halt das andere haben?

    Würde viele Probleme sicher lösen und die Welt um einige Oppais reicher machen!

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  4. avatar
    Japonski 04.08.2013 21:50

    Uff ganz schön langer Artikel, da merkt man das er von einer Studentin geschrieben wurde die wohl schon die eine oder andere Seminararbeit schreiben dürfte oder?^^

    Also zur Sache das gleichgeschlechtliche Paare, Kinder adoptieren dürfen sehe ich etwas kritisch.
    Wie sollen die Eltern ihren Kinder das im Laufe ihrer Jugend erklären, das es völlig normal ist wenn Gleichgeschlechtliche ein Kind adoptieren. In der Schule wird es da bestimmt Probleme geben.

    Und in Sachen „Romantik“ kann ich mich Alcatraz anschließen, die Atmosphäre muss einfach stimmen und wenn beide etwas schüchtern sind ist das noch besser! :3

    Trotzdem muss ich sagen das ich die Ordung der Geschlechter bequem finde und unterschiedliche Sonderformen alles nur noch komplizierter machen, aber als Gärtner weiß ich ja selbst das es nicht nur rote und weiße Blüten, sondern auch rosafarbene gibt.

    Ansonsten ein sehr umfangreicher und guter Artikel, weiter so! ;-)

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    • avatar

      Hehe, find ich ja witzig, dass du das merkst^^
      Tatsächlich hab ich den ein oder anderen Ansatz, z.B. Heteronormativität, in Vorlesungen aufgeschnappt :3
      Ich bin überzeugt, dass auch gleichgeschlechtliche Eltern ein Kind wunderbar aufziehen können, es gibt genug allein erziehende Elternteile, Kinder die bei Großeltern aufwachsen etc – und keinerlei negativen „Auffälligkeiten“ zeigen. Alles eine Sache der Erziehung – und die kann auch in einer „klassischen“ Elternkonstellation schief gehen.
      Dass du Sonderformen als kompliziert betrachtest, hängt wohl auch damit zusammen, dass eigentlich jeder Mensch dazu neigt, alles möglichst vereinfacht oder geordnet zu betrachten. „Entweder-oder“ ist eben ein einfacheres Schema, so entstehen auch Klischees und Vorurteile.
      Vielen Dank für deinen Kommentar!

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  5. avatar

    Ein sehr interessanter Beitrag den du da geschrieben hast.
    Ich habe ihn, so gut wie, von Anfang bis Ende durch gelesen und fande den Blog sehr gut :D
    Schön, wie du alle Themen neutral beschrieben hast und auch auf jedes Gebiet explizit eingegangen bist.

    Abgestimmt habe ich für, Yuri und Futanari.
    Ersteres ist bald Standard für uns Männer und ich schaue es mir auch gerne an. Real habe ich auch keine Ablehnung gegnüber Schwule/Lesben, sie können von mir aus machen was sie wollen, Schwule sollten mir bloß nicht zu nahe treten…. :D Ich haue sie nicht aber würde klipp und klar sagen, das sie mich nicht irgendwie anmachen oder anfassen sollen, reden usw. ist ok aber mehr nicht.

    Tjaaa… der Geschmack auf Futanari, kam erst mit dem Hentai schauen :D
    Real geht das überhaupt nicht aber im Hentai oder auf gut gezeichnetettn Bildern ist es schon reizvoll und wenn es gut gezeichnet ist schaue ich es mir gerne an :D

    So, das wareen so meine Eindrücke und Meinungen…
    Mach weiter so :)

    Mfg L8rd

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      Vielen Dank! <3
      Irgendwie finde ich deine Ansage komisch, dass du einem Schwulen klipp und klar sagen willst, was Sache ist xD
      Klingt fast so, als könnte man annehmen, jeder Schwule würde jeden Mann anbaggern, den er sieht x3
      Tja, Futas sind schon eine ganz eigenwillige Sache : D
      Ich kann mir vorstellen, dass man Hentai-Futas eher mag als real-Futas, weil man Hentai-Futas als weibliche Person mit Penis wahrnimmt, während die reale eher als Mann mit dem Aussehen einer Frau wahrnimmt, was die Hemmschwelle wieder deutlich hochsetzt^^
      Außerdem ist es immer ein großer Unterschied etwas in echt zu sehen...
      Ich mag zb. Hentai sehr gerne, schaue aber keine Pornos^^"
      Vielen Danl für deine Eindrücke : )

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    Saki-chan 11.08.2013 21:16

    Vielen Dank für den interessanten Artikel :3
    Auch, wenn ich eigentlich alles zum Thema „Anime“ kannte, habe ich dennoch ein paar Sachen dazu gelernt.

    Ich habe natürlich ebenfalls für Yuri abgestimmt, bin ja auch ein riesen Ecchi-Fan X3
    Shojo Ai finde ich auch sehr süß und Gender Bender gefällt mir vor allem im Anime „Kämpfer“
    Früher war ich ein riesengroßer Yaoi-Fan ^^‘ (habe alle Mangas von Hinako Takanaga, der Autorin von „Kleiner Schmetterling“ gesammelt)
    Mit Futanari hab ich bisher noch nichts zutun gehabt, fänd es aber mal interessant XD

    Der erste Teil deines Artikels hat mir auch richtig gut gefallen, weil sich endlich mal jemand Gedanken darüber macht und sie auch so klar formulieren kann.
    Deine Auffassung finde ich toll und unterstütze ich auch.
    Leider kann ich es mir aber nicht ohne Geschlechterzutelung vorstellen, weil ich einfach zu sehr von der Gesellschaft beeinflusst bin (war zum Beispiel auf einer Mädchenschule, diese Unterteilung hat schon einen gewissen Eindruck hinterlassen)
    Würde mich aber freuen, wenn es in Zukunft nicht mehr so viel Uneinigkeit und so starke Zwänge geben würde und jeder Mensch für sich selbst entscheiden könnte, was für ihn am besten ist! :3

    Freue mich schon auf weitere interessante Themen!

    Liebe Grüße

    Saki

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      Yay, Yuri und Futa kamen hier ja wirklich sehr gut weg^^“
      Im Grunde bin ich auch kein Feind der Geschlechterrollen, ich bin ja auch gerne mädchenhaft^^
      Vielmehr plädiere ich dafür, dass die, die nicht in das Mann-Frau-Schema passen oder das Schema vermischen, nicht als unnormal behandelt werden, sondern eben auch als normal^^
      Danke dir, freut mich, dass du das so unterstützt : )

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    @Sevie: Die etwas komsiche Ansage konmt daher, da ich bis jetzt nur Negative Erlebnisse mit Schwulen hatte. Natürlich sind nicht ALLE gleich oder von der Sorte wie die paar, die ich kennen gelernt habe. Aber ich gehe momentan ein wenig auf Distanz, wenn ich höre, da ist einer vom anderen Ufer dabei :D
    Ja, das ist do grob der Grund dafür

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    HellsingFanSeras 14.08.2013 19:57

    Hallo Sevie,
    erst einmal möchte ich mich allgemein zu dienem Kanal äußern (tut mir Leid, dass das hier nciht so richtig dazugehört)
    Ich habe heute einfach mal ein bisschen rumstöbern wollen, ob ich ein einfaches gericht für Onigiri finde und bin dann zufällig auf deine Seite gekommen, die mich sorot angesprochen hat, sowohl vom Design als auch vom Inhalt, weshalb ich gleich mal durch alles durchgeschaut habe und schließlich hier gelandet bin.
    Ich finde es wirklich schön, dass du bei allem, was du beschreibst zwar deine persönliche Meinung einfließen lässt, aber trotzdem neutral bleibst und erst einmal eine objektive Meinung zu allem abgibst, damit diejenigen, die da eine andere Meinung oder einen anderen Geschmack haben trotzdem einen Eindruck davon gewinnen können, so wie auch bei diesem Artikel hier.
    Ich habe mir alles aufmerksam durchgelesen, aber das Gefühl die Hälfte vergessen zu haben, weil es so viele Informationen bzw. Fachbegriffe waren, die ich so nicht kannte. Dafür möchte ich dir auch ein großes Lob aussprechen, da steckt entweder sehr viel eigenes Hintergrundwissen oder sehr viel Recherche dahinter :) :)
    Und nun zum Eigentlichen: Ich persönlich mag Yuri/Shojo Ai oder Yaoi/Shonen-ai beides gleichermaßen lieber als normale Beziehungen, weil es irgendwie den Reiz des Besonderen für mich hat. Daher finde ich es schade, dass es so wenig gute Manga/Anime zu Yuri gibt und man eher vom Shonen-Ai überschwämmt wird.
    Ich bin auch froh darüber, dass du (ebenfalls wie ich) auf große Brüste bei Frauen stehst und trotzdem nicht lesbisch bist, ich kam mir deswegen immer ein bisschen alleine vor, weil eigentlich keine meiner Freundinnen diese ‚Vorliebe‘ von mir teilt. ;)
    Im Bereich Yuri fand ich Strawberry Panic sehr schön, auch wenn der Handlungsort mal wieder etwas Klischeehaft war (reine Mädchenschule).
    Ich habe früher auch sehr viele Shonen-Ai/Yaoi Anime und Manga geschaut und gelesen, weil ich damals (und jetzt immer noch) sehr fasziniert davon war und immer noch nciht so genau weiß, wieso eigentlich. Momentan finde ich das alles jedoch sehr eintönig. Ich habe fast das gefühl, dass jeder Boys Love Manga gleich aufgebaut ist und es da kaum noch etwas gibt, was hersuasticht, weil es größtenteils Einzelbände sind, in denen mehr wert auf dem Sex gelegt wird als auf alles andere. Deswegen mag ich Doushinjis zu bereits existierenen Shonen-Anime oder anderen Anime, wo man bei zwei männlichen Charakteren eine besondere Berbindung bzw. sehr innige Freundschaft feststellen kann, um einiges lieber.
    Zum Thema Gender-Bender/Tomboy etc:
    Ich finde es gut, dass in Anime solche Dinge ganz normal in den Handlungsverlauf eingebaut werden, wie zum beispiel der tuntige Gildenmeister von Blue Pegasus in Fairy Tail oder Haruhi aus Ouran High School Host Club oder Aoi aus Maid-sama, weil man so daraus keine große Sache macht bzw. das ganze als total verwerflich darstellt. Als ich zum Beispiel, als ich noch in die Grunschule ging, immer Ranma 1/2 geschaut habe, fand ich auch nichts schlimm oder komisch daran, dass er sich bei Berührung mit kaltem Wasser in ein Mädchen verwandelt hat und dadurch die komischsten Situationen entstanden sind (wie der Kuss mit Kuno). Vielleicht habe ich, weil ich mit Anime aufgewachsen bin, auch deshalb die EInstellung, dass gleichgeschlechtliche Beziehungen nichts Schlimmes sind und man Personen, die homosexuell sind bzw sich falsch in ihrem Körper fühlen, nicht sofort als abartig oder abnormal abstempeln sollte. Ich kann es also wirklich nicht verstehen, wenn andere (besonders) Schwule oder ‚Kampf’lesben abartig finden und diese beleidigen und sich dann zu Hause einen Lesbenporno mit zwei vollbusigen hübschen Mädchen anschauen, weil es ja so gesehen nichts anderes ist.
    (Okay, ich glaube, ich bin total von eigentlichen Thema abgewichen, tut mir sehr leid)
    Auf jeden Fall wollte ich dir zum Abschluss noch einmal sagen, dass ich deinen Blog sehr schön finde und ich mich über weitere Einträge, die in Richtung Ecchi/Hentai gehen, wirklich freuen würde. :)
    liebe Grüße
    PS: Ich hab mich übrigens für Yuri, Shonen-Ai und Tomboy entschieden, da ich es irgendwie schöner finde, wenn zwei Mädchen miteinander rummmachen, aber bei Jungs auf die romantische Beziehung und unschuldige Berührungen abfahre. Andererseits finde ich aber Mädchen, die wie Jungs aussehen und sich dann auch so kleiden, irgendwie auch sehr cool. (Ich stell grad fest, ich habe einen sehr seltsamen gemischten Geschmack)

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    Lese neugierig Sevies neueste Blog-Einträge

    …stocke

    …wähle Tomboy und wechsel mit rotem Gesicht zu einem anderen Eintrag. ^_^!

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    So ein langer Text… Hat ganz schön gedauert °w° aber ich habe es hinbekommen!
    Öhmm öh… Ich habe nur Yuri gewählt… Weil weil.. ,,°,°, Ja halt deswegen D:
    Jedenfalls war es wirklich toll geschrieben und ich muss jetzt noch schnell anderes von dir lesen <__<
    Mich hatte nur das Bild am Anfang sehr angesprochen… Ich bin nicht pervers!
    Ich bin nur ein junges Mädchen das ihre Freundinnen sexuell belästigt :3
    Na, ich will hier jetzt aber auch mal nicht rumspammen!
    Lg: Sakura

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